Noch ist Mitteleuropa ein Wasserschloss

Mengenaufnahme an Wasser und Qualität bei Kleintieren ist entscheidend!

Wasser als wichtigstes Element muss zu jeder Tageszeit sauber und ausreichend zur Verfügung stehen. Bei den Kaninchen macht das Wasser etwa zwei Drittel des Körpers. Es hilft dem Kaninchen, die Nahrung zu verdauen und die Nährstoffe zu transportieren und aufzunehmen. Es hilft aber auch einen gleichbleibende Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.

Beim Geflügel ist die doppelte Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge bereit zu stellen. Hühner sind immer auf eine Wasserquelle angewiesen, vor allem im Winter bei Minustemperaturen ist diese Forderung nicht immer leicht zu erfüllen.

Hier die Uebersicht, wovon die Wasseraufnahme beim Kaninchen abhängt:

  • Ob Grünfutter oder Heu ist entscheidend. Grünfutter weist einen Trockensubstanzgehalt zwischen von 10 bis 20 Prozent auf; während das Dürrfutter (Heu) einen Trockensubstanzgehalt von 88 Prozent zeigt. Anders ausgedrückt heisst das, dass ein Kilo Grünfutter zwischen 800 und 900 Gramm Wasser enthält.
  • Auch spielt die Leistung der Kaninchen eine Rolle. Wenn wir von einem Durchschnittsverbrauch von 2 bis 3 Deziliter Wasser pro Tier und Tag ausgehen, liegen wir richtig. Eine säugende Zibbe einer Grossrasse kann bis zu zwei Liter Wasser aufnehmen.  
  • Selbstverständlich ist das Körpergewicht mitentscheidend
  • Zu erwähnend gilt es aber das Alter. Jüngere Tiere brauchen mehr Wasser.
  • Ein angepasstes Stallklima
  • Die Temperatur
  • und die Luftfeuchtigkeit
Futtergeschirre, die immer nur mit Wasser aufgefüllt wurden ...
Nur sauberes Wasser ist auch gesund für die Tiere

Hier die Uebersicht, wovon die Aufnahme von Wasser beim Geflügel abhängt:

Es gelten die gleichen Punkte, wie oben bereits erwähnt. Als Faustregel herrscht in der Branche die Meinung: Doppelt soviel Wasser wie Futter d.h .auf 120 bis 130 Gramm Futter etwa  2.5 dl Wasser.

Lassen Sie mich dazu noch etwas sagen. Das Wasser, das wir den Tiere vorsetzen, muss sauber sein. Vor allem im Sommer sammeln sich sehr gerne Schmutzbestandteile in den Wassergefässen an. Deshalb ist es wichtig, dass jeden Tag das Wasser zum Wohl des Tiere ersetzt wird.

Hier ist zu viel £einstreu im Wassergeschirr
Beim Scharren gelangt Einstreumaterial ins Wasser.

Die Verantwortung für die Wasserqualität trägt der/die TierbesitzerIn

Die Gesundheut und Leistung unserer Kleintiere hängt also wesentlich vom Wasser ab. So darf vom bedeutendsten Nährstoff oder vom wichtigsten Futtermittel die Rede sein.
Dem Faktor Wasser ist wesentlich an der Thermoregulation an der Aufrechterhaltung des Zell-Innendruckes, am Verdauungsprozess, dem Nährstofftransport und an der Ausscheidung-(Menge) über den Urin beteiligt.
Fehlt die Komponente Wasser, so vermindert sich immer auch die Futteraufnahme und es resultieren daraus geringere Leistungen, nicht selten kann sich eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit entwickeln und die Tiere bewegen sich nicht mehr so stark.
Unerwünschte Inhaltsstoffe aus dem Tränkewasser sind übrigens auch in den Lebensmittel tierischer Herkunft zu finden.

Verordnungen regeln die Lebensmittel-, aber auch die Futtermittelsicherheit

Allgemein werden Futtermittel als Stoffe oder Erzeugnisse in der Basisverordnung der europäischen Union definiert, die zur Tierfütterung bestimmt sind. Womit auch das Tränkewasser gesetzlich geregelt ist.

Tränkewasser muss so vorhanden sein, dass es für die betreffenden Kleintiere „geeignet“ ist.

Voraussetzungen für beste Qualität:

Im folgenden listen wir die entscheidenden Faktoren auf, die es zu berücksichtigen gilt – auch bei der Haltung von Kleintieren.

Schmackhaftigkeit: Voraussetzung für eine ausreichende Wasseraufnahme (=Auch Voraussetzung für eine adäquate Trockensubstanz-Aufnahme)

Verträglichkeit: Die Inhaltstoffe der unerwünschten Stoffe nur in einer für die Kleintiere nicht schädlichen Konzentration

Verwendbarkeit: Keine nachteiligen Effekte auf die baulichen Substanz (z.B. Gebäudetechnik und Tränketechnik durch hohe Calcium- oder Eisengehalte)

Biologische und Chemische Qualität

Das eingespeiste Wasser, das wir tagtäglich unseren Kleintieren vorsetzen sollte frei sein von Salmonella, Campylobacter und E.coli. Auch für die aerobe Gesamtkeimzahl sollte 1000 KBE pro ml Wasser bei 37 Grad Celsius und 10 000 KBE pro ml Wasser bei 20 Grad Celsius nicht überschritten werden ( KBE = Kolonie bildende Einheit)

Wenn auch du glaubst, dass neben dem Wasser auch andere Nährstoffe für die Ernährung der Hühner und Kaninchen wichtig sind, dann bist du hier genau richtig. Mit dem Email-Eintrag erhältst du diese Informationen, die du auch brauchst!

Wenn diese Parameter überschritten werden, sollte der Kleintierhalter die Gründe (z.B. Stallstaub, Futterreste, Fäkalien der Tiere selbst oder andere Quellen wie Abwasser) ausfindig machen und sofort angepasste, bauliche Massnahmen einleiten und alles zu unternehmen, um den Kleintieren eine hervorragende Tränkewasserqualiät vorsetzen zu können.

Zur Bewertung der chemischen Tränkewasserqualität können verschiedene Parameter gezählt werden wie der pH-Wert, die Leitfähigkeit, der Salzgehalt aber auch die Höhe der organischen und anorganischen Inhaltsstoff. Um eine Uebersicht zu haben, publizieren wir hier die Beurteilungswerte für Tränkewasser der LUFA Nordrhein-Westfalen.

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  • ein Geschirr, bei dem nur immer Wasser ergänzt wurde: Heinz Schmid
  • Die Wasserquelle ist so fast nicht mehr auffindbar: Heinz Schmid
  • Bretagne 068: Heinz Schmid

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