Die Frage ist, wenn die Hühner während der Futteraufnahme immer unterwegs sind, fressen sie dann auch von allem? Oder anders ausgedrückt, welche Pflanzen oder Komponenten sollte sie auf keinen Fall fressen.

Die Hühner sind als Alleinunterhalter um das Haus bei vielen Gartenbesitzern nicht mehr wegzudenken, weil sie für viel Betrieb und Unterhaltung und erst noch für täglich frische Eier sorgen.

Wer immer nach besten Futter für seine Hühner sucht, der sorgt bestimmt für eine gute Gesundheit seiner Hühner und drückt damit die Lebenserwartung auf ein hohes Niveau.

Hühner zu füttern ist offen gesagt ein Kinderspiel. Das lokal angebotene Futter der Futtermühlen ist ausgezeichnet auf die Leistung des Geflügels abgestimmt. Wer solche Futter im Einsatz darf davon ausgehen, dass die die Nährstoffversorgung optimal ist.

Klar könnte die Zugabe von Zusatzfuttern wie beispielsweise geschnittenes Grünfutter die Futterausgabenkosten reduzieren. Dieses Grünfutter enthalten nämlich viel Vitamine und Mineralstoffe. Solche Grünfutterzugaben sind speziell im Winter zu empfehlen, wenn der Auslauf spärlicher ist und die Hühner weniger Grünfutter zu sich nehmen.

Dass die Hühner aber auch giftige oder gesundheitsschädliche Pflanzen aufnehmen können, darüber wollen wir uns im folgenden unterhalten.

Rohstoffe aus der Küche

Schälabfälle der Kartoffeln: Sie fallen in der jeder guten Küche an, in der Kartoffeln für die menschliche Ernährung zubereitet werden. Die Schälabfälle der Kartoffel enthalten Solanin, das für die Hühner auf jeden Fall gesundheitsgefährdend sein kann; ja sogar im Extremfall zum Tode führen kann. Schälabfälle gehören auf den Kompost und nicht in das Futtergeschirr.

Möchte jemand aber trotzdem Kartoffeln, was durchaus möglich ist, aber dann sind die sie zu kochen.

Butter: Auf keinen Fall sollt man den Legehennen füttern. Es ist bezweifelt ein Milchprodukt, welches die Hühner eigentlich lieben. Aber trotzdem sollte die Beigabe gestoppt werden, weil die Butter einen hohen Fettgehalt und keine andere wichtige Nährstoffe enthält.

Schokolade, Süssigkeiten und Snacks

Schokolade Nur ein Stückchen ist man versucht zu sagen, aber sie tut ihrer Gesundheit nicht gut. Es ist bekannt, dass Schokolade die Komponente Theobromin enthält. Vor allem Hunde reagieren darauf sehr stark. Diese Substanz darf auch nicht in der Pferdeernährung vorkommen, weil sie als Dopingmittel eingestuft. Sie gilt auch bei den Hühner als gefährlich und sollte nicht in die Ernährung einfliessen.

Salz- und zuckerhaltige Fertigprodukte: Nahrungsmittel sowie auch Getränke, die Alkohol enthalten, salzige Snacks oder süsse Dessert oder auch Pommer frites dürfen hier erwähnt werden. Solche Produkte haben nichts verloren in der Ernährung der Legehennen oder auch allgemein beim Geflügel.

Rohstoffe ausländischer Pflanzen

Citrusschalen (Orangen und Zitronen): Auch wenn die Hühner die Schalen weniger gut fressen und vielleicht gar nicht, gehören sie auf den Kompost. Grundsätzlich ist hier die Bemerkung angebracht, dass bei vielen ausländischen Herkünften, die Produktionsart nicht bekannt ist; hier dazu zählen die chemischen Behandlungen, die Verarbeitungsmethode etc.

Reis: Hühner, denen Reis gefüttert werden, zeigen etwas Ähnliches wie Blähungen, weil die Körner Feuchtigkeit aufnehmen und aufgehen. Wenn wir den Hühnern diese Verdauungsstörungen abnehmen wollen, dann ist der Reis zu kochen. So behandelten Reis lieben die Tiere und fressen diese ausländische Getreide sehr gern.

Asparagus: Ist eigentlich nicht so problematisch, wenn sie gefüttert wird; vor allem bei Broilern. Aber bei Legehennen verursacht die Fütterung von Asparagus einen schlechten Geschmack bei den Eiern.

Avocado Rüstabfälle: Gehören wie andere exotische Pflanzen nicht in den Futtertrog der Hühner. Häufig kümmern sich die Tiere selbst nicht um diese Futterbestandteile, aber noch bessere ist es, sie gleich über den Kompost zu entsorgen.

Amaranth : Viele Geflügelhalter glauben, sie machen es Gutes, wenn sie die Hühnern Amarant geben. Doch es ist anders Amarant enthält antinutrive Inhaltsstoffe, die das Wachstum des Geflügels negativ beeinflussen. Aber auch hier gilt, wenn er gekocht ist, ist es möglich ihn zu verfüttern.

Kaffee und Teebeutel: Es gibt Leute, die diese Komponenten propagieren. In kleineren Mengen kann das wohl gehen. Aber wenn in grösseren Mengen Coffein enthalten, ist Vorsicht geboten. Koffein enthält Methylxanthine und diese Substanz kann zu gesundheitlichen Probleme führen.

Weitere toxische Pflanzen: Es gibt eine Reihe von Pflanzen, die toxisch wirken und in der Geflügelernährung nichts verloren haben. Es sind dies, um nur eine wichtige zu nennen, folgende Bäume und Sträucher: Azalen, Fingerhut, Pilze, Rhododendron, Eichenblätter und Eicheln, Stechpalmen, Lupine und Farne.

 

Rohstoffe aus dem Gemüsegarten

Rohe Bohnen: Diese sind ebenfalls von der Futterration bei den Hühnern auszuschliessen. Dafür verantwortlich ist das Hämaglutinin. Dennoch gilt auch hier, kochen oder sonstige Wärmebehandlungen machen dieses Toxin unschädlich.

Apfelkerne: Von der Zubereitung der Aepfel fallen Rüstabfälle mit enthaltenen Kernen an. Diese enthalten Cyanide, die aber in grösseren Mengen nicht in der Ernährung des Geflügels erwünscht sind. Hühner fressen durchaus auch ganze Aepfel mit enthaltenen Kernen. Und wer sie kennt, weiss, dass sie immer alles wegräumen. Sie fressen damit die blausäurehaltigen Samen.

Eisberg Salat : Salat in kleinen Mengen ist bei den Hühnern sehr beliebt. In grösseren Menge führt er zu Durchfall. An seiner Stelle ist der Kohl eine gute Alternative. Ebenfalls zu vermeiden ist Spinat, welche die Kalziumaufnahme blockieren kann.

Grasschnitt – vor allem lange Halme: Im Auflauf gehen die Legehühner wie wild auf ein tief geschnittenes Gras los. Lang geschnittene Halme könnten die Hühner nicht oder kaum aufnehmen. Es besteht die Gefahr der Verstopffung.

Kirschen: Offen gesagt, ist es möglich Kirschen zu füttern, aber auf jeden Fall muss das Aufnahmen der Kirschensteine vermieden werden. Wie die Apfelkerne enthält er Blausäure.

Tomaten und Eggplant-Blätter: Von diesen Pflanzen sollten die Blätter und die grünen Früchte gemieden werden. Beide gehören der Pflanzen- familie der Nachtschattengewächse an. Sie enthalten das toxische Solanin, dass toxisch wirkt und bei den Hühnern sogar zum Tode führen kann.

Rhabarber und Rhabarber-Blätter: In grösseren Mengen ist auch diese Pflanzen toxisch. Sie enthält Oxalsäure, die bei grosser Aufnahme zum Tod führt.

Zwiebeln: Diese gehören ebenfalls nicht in die Ernährung der Hühner. Sie enthalten Thiosulphate die die roten Blutkörperchen des Legehennen zerstören. Das führt zur Gelbsucht und Blutarmut.
Knoblauch, der in selben Pflanzenfamilie ist wie die Zwiebel, enthält auch Thiosulphate, aber in sehr kleinen Mengen.

 

Allein- und Ergänzungsfuttermittel

Tiernahrungsmittel: Was immer im Futter von der Norm abweicht, ist zu entsorgen; insbesondere die schimmligen Nester. Sie verursachen Verdauungsstörungen und können mit ein Grund für Tierausfälle in einer Herde sein.

Chemisch behandelte Komponenten: Grundsätzlich gehört nichts den Hühnern vorgesetzt, das chemisch behandelt wurde. Hier muss man konsequent sein und nachfragen, nicht immer ist eine Behandlung auf den ersten Blick sichtbar. Weg damit und nicht ein Risiko eingehen.

 

Proteine tierischen Ursprungs

Rohe Eier. Auch diese Möglichkeit ist gegeben, doch hier ist grösste Vorsicht zu wahren, weil es den Kannibalismus fördert. Die Hühner werden durchaus ihre eigenen Eier fressen, wenn sie einen Mangel haben oder auch bei Stress.

Es gibt auch Tierhalter, die zerkleinerte Eischalen in das Futtergeschirr streuen. Eierschalen enthalten sehr viel Kalzium und somit kann über das Beifügen von Eierschalen ist hilfreich für die Produktion der Eischale in der Legehenne.

Rohes Geflügelfleisch: Es ist im Allgemeinen möglich, Fleisch dem Geflügel zu geben. Bei Freilauf jagen sie täglich nach Würmern. Jedoch sollte auch das Fleisch gekocht sein -vor allem das Geflügelfleisch – wegen des Risikos der Salmonellen.

 

 

 

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  • Bild Hybridhühner: Heinz Schmid

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