Der Hitzestress beginnt bereits im Frühling

Der bereits alljährliche, wiederkehrende Hitzestress im Sommer setzt den Kleintieren zu. Es leidet nicht nur das Geflügel, nein auch die Kaninchen, die im Sommer mit einem Pelzmantel unterwegs sind, sind davon betroffen.

In Zukunft werden alle Tierhalterinnen und Tierhalter noch mehr gefordert werden, dem Tierwohl mit angepassten Massnahmen gerecht zu werden.  

Welche Vorkehrungen sind das und was können wir noch weitermachen?

1.Hitzestress abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit !

Kleintiere fühlen sich am wohlsten bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius. Bereits ab 22 Grad Celcius beginnt der Hitzestress. Die Tiere werden unruhig und suchen im Stall nach dem besten Platz. Sie scharren und machen eine richtige Unordnung.

2.Behälter mit sauberen Wasser nötig gegen Hitzestress!

Die Verantwortlichen haben die Pflicht genügend Gefässe mit sauberem und wenn möglich gekühltem Wasser den Tieren zur Verfügung zu stellen. Abgestandenes Wasser ist nicht nur wärmer, sondern es besteht auch die erhöhte Gefahr Krankheiten auszulösen. Futterreste zum Beispiel in Geschirren können einen erfolgreichen Nährboden für Bakterien und andere Keime sein.

3.Lüfter in einem Innenstall können ammoniakbelastete Luft abtransportieren!

Wie auch immer ist Vorsicht beim Einsatz von jeglichen Lüften zu wahren, denn Zugluft ist bei den Kleintieren nicht gefragt.  Wenn immer möglich, sollte kühle Luft im Stall umgewälzt werden. In extremen Hitzeperioden kann nie zuviel Frischluft zugeführt werden.

4.Vernebelungsanlage gegen Hitzestress!

Die Aussentemperatur lässt sich mit einer Vernebelungsanlage nicht beeinflussen. Kleine Wassertröpfchen auf dem Dach haben aber einen kühlenden Effekt; auch ist der Wasserverbrauch nicht hoch.

Thermometer
Bei Hitzestress liegen die Temperaturen schnell einmal über 30 Grad Celsius.

Wo immer mit Wasser gearbeitet wird, ist darauf zu achten, dass die Liegeflächen und auch die Futterplätze trocken bleiben. Noch besser ist es auf jeden Fall, wenn gar kein Wasser in den Stallbereich gelangt.

5.Sonnenschirme gegen den Hitzestress!

Bestimmt liegt in der Garage oder in einem Abstellraum ein ausgedienter Sonnenschirm. Er muss nicht mehr perfekt sein, aber sein Schatten ist Gold wert. Jede noch so kleine Abschirmung der Sonne bringt den Tieren mehr als jeder denkt.

Wenn du ausser den Hinweisen zum Hitzestress auch an Ernährungs- und Haltungsfragen des Geflügels und der Kaninchen interessiert bist, dann bist du hier am richtigen Ort. Mit dem Eintrag der Email-Adresse erhältst du die besten Infos zu einem noch besseren Tierwohl deiner Tiere.

6.Schattennetze richtig aufspannen!

 Die heutigen Schattennetze aus UV-und Ammoniak beständigen Materialien. Sie bieten Schutz vor Sonnenbrand  und sind auch einfach zu montieren und wieder zu demontieren.  Sie sollen so gespannt sein, dass sie auch ein Gewitter ohne weiteres überstehen.

Die Anbieter haben im Angebot verschiedene Netzbreiten von 2 bis 5 Meter, sodass für jeden Wunsch die passende Lösung gefunden werden kann.

7.Bäume liefern den besten und natürlichsten Schatten!

Die Bäume sind wohl die besten Schattenspender gegen den Hitzestress, die man sich vorstellen kann. Ihre Wasserverdunstung sorgt zusätzlich für ein angenehmes Klima und jeder dichter ihr Laubkleid, desto grösser ist die Wirkung.

Falls der Platz vorhanden, empfiehlt sich einen Hochstamm-Apfelbaum (oder Holunder im Hühnerauslauf) zu pflanzen.

Am besten eine Sorte, die resistent gegen Krankheiten ist und im Herbst noch Früchte abwirft. Einige wenige dürfen dann auch den Tieren verfüttert werden.  

8.Petflaschen mit Wasser gefüllt aus dem Gefrierschrank!

Die grossen 1.5 Liter Petflaschen sind ein hervorragendes Kühlaggregat, denn sie lassen sich um die Mittagzeit in den Stall setzen und kühlen dann während des ganzen Nachmittag  hervorragend. Es hat sich gezeigt, dass die Heuraufen als Platzhalter durchaus in Frage kommen können. Doch aufgepasst! Die Flasche nur stundenweise im Stall drinnen lassen, sonst beginnen die Kaninchen daran zu nagen. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Flasche zu schützen.

Ein gefrorene Flasche schafft ein angenehmes Klima
Gekühlte Flasche – doch aufgepasst, dass sie nicht zum Nagerobjekt wird.
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