Es darf nicht sein, das HobbytierhalterInnen nicht wissen, welches Futter sie einkaufen. Deshalb gibt es Vorschriften, die in allen D-A-CH-Ländern einzuhalten sind.
Merken wir uns doch! Futter für die Kleintiere müssen umfangreicher gekennzeichnet werden als Lebensmittel.
Lies den folgenden Text durch und vergleiche die Angaben mit deiner Futteretikette.

1.Grund: Bezeichnung des Produktes auf der Etikette musst du wissen!

Bei der Bezeichnung des Futtersortimentes sind eindeutige Bezeichnungen von dem oder der HobbytierhalterIn erwünscht und vom Gesetzgeber auch vorgeschrieben, das heisst Tierart und Tierkategorie sind auf jeder Etikette anzugeben :

So sind beim Geflügel doch eine Menge möglicher Bezeichnung (Tierkategorie) anzutreffen:
– Masthühner (Broiler)
– Junghennen
– Legehennen
– Masttruthühner (Puten)
– Jungtruthühner (Jungputen)
– Wassergeflügel
– und Tauben

Bei den Kaninchen sind immerhin auch noch drei Tierkategorien möglich:
– Säugende Jungkaninchen
– Mastkaninchen
– und weibliche Zuchtkaninchen


2.Grund: Gehalt der Inhaltsstoffe (z.B. Eiweiss etc.)

Bei den Futterarten sind eindeutige Bezeichnungen für Hobbytierhaltung erwünscht und vom Gesetzgeber auch vorgeschrieben.

In allen D-A-CH-Ländern ist es auch vorgeschrieben, die Inhaltsstoffe in Gramm oder prozentual zu deklarieren. Diese Informationen sind auch für den Hobbytierhalter, der Geflügel oder Kaninchen hält, wichtig. Für alle – auch die Nutztierhalter – ist dies eine wichtige und unverzichtbare Angabe. Sie alle wollen auch wissen, wieviel Prozent Rohprotein (Eiweiss), Rohfett, Rohfaser, Rohasche enthalten sind. Ebenso dazu gehören Informationen über die Mineralstoffe Kalzium, Phosphor und Natrium.

Im Labor werden die Gehalte für die Etikette bestimmt

Mit diesen Angaben ist es leichter zu den eigenen Futterquellen das geeignete Ergänzungsfutter zu erwerben.

Der Energiegehalt, der bei den Geflügelfutter in UEG MJ (= Umsetzbare Energie Geflügel) und Kaninchenfutter häufig in VES MJ (= Verdauliche Energie Schwein). Häufig weicht der Futtermittelhersteller auf die Schweine-Nährstoffgehalte aus, weil für die Kaninchen keine Energiewerte vorhanden sind. Das Schwein ist wie das Kaninchen ein Monogastrier (nur ein Magen aber anderes Verdauungssystem).

3.Grund: Gehalt der Zusatzstoffe

Bei den Zusatzstoffen sind vom Gesetzgeber Höchstwerte definiert und diese Angaben sind je Kilogramm aufgelistet. Dazu gehören zum Beispiel die Vitamine, Spurenelemente, Aminosäuren, Enzyme, Mikroorganismen. Zusatzstoffe ohne festgelegte Höchstgehalte werden freiwillig angegeben wie die Kräuter.

4.Grund: Zusammensetzung des Futters

Auf der Etikette sind alle enthaltenen Bestandteile respektive Rohstoffkomponenten als Einzelfutter anzugeben. In der Regel sind sie in absteigender Reihenfolge notiert. Was heisst das nun ? Diejenige Rohstoffkomponente, die mit der grössten Gewichtsmenge in diesem Futter vorkommt, steht an erste Stelle. Danach folgen die weiteren Komponenten der Reihe nach. Es kann durchaus auch vorkommen, dass der Futtermittelhersteller sogar die Prozentanteile angibt. Diese Prozentanteile müssen genannt werden, wenn der Futtermittelhersteller bestimmte Bestandteile besonders hervorheben möchte. Ein (e) TierhalterIn kann dies auch verlangen; allerdings kann der Futterhersteller den Anspruch auf Schutz des Know-hows geltend machen.

Wir wollen, dass deine Kaninchen korrekt versorgt werden. Die Etikette gibt dir einen ersten Hinweis. Wenn du mehr über die Ernährung deiner Lieblingstiere wissen möchtest, dann trag dich bitte mit deiner Email-Adresse für den aktuellen Newsletter ein!

5. Grund: Anwendung des Futters

Dem/der TierhalterIn ist es immer gedient, wenn Angaben zur Menge des betreffenden Futters vorhanden sind. Ebenso hilfreich ist ein Hinweis und eine kurze Beschreibung, wie und wofür das Futter eingesetzt wird. Ein Hinweis, ob es ein Alleinfutter oder ein Ergänzungsfutter zu einem Grundfutter ist (Bei den Kaninchen Angabe zu Grün-oder Dürrfutter). Jedoch muss bei einem Ergänzungsfutter eine tägliche Höchstmenge oder ein maximaler Rationsanteil notiert sein. So kann sichergestellt werden, dass beispielsweise bei Zusatzstoffen nicht die zulässigen Höchstgrenzen übertroffen werden.

6. Grund: Hilfreiche Angaben

Es gibt die Möglichkeit für den Futtermittelhersteller, mehr Angaben als das absolut minimale und gesetzlich Vorgeschriebene den Tierhalter anzugeben. Als Beispiel kann hier die Verdaulichkeit der Aminosäuren aufgeführt werden.

Im Speziellen sind gewisse Fütterungsprogamme anzugeben. Vor allem die Schweiz kennt einige Labelprogramme, bei denen gewisse Rohstoffkomponenten nicht eingesetzt werden dürfen z. B Sojaextrakt.

Lagerungshinweise sind für den Verkäufer hilfreich; das gilt auch für die maximale Haltungsdauer, die je nach Futter sich ändern kann. Die Betriebsnummer ist ebenfalls zwingend; bei einem Problem ist der Futterhersteller über diese Nummer rasch auffindbar.

Uebrigens die Futterkontrollen in den einzelnen Ländern überprüfen diese Angaben bei periodischen Kontrollen. Abweichungen können den Futtermittelhersteller teuer zu stehen kommen.

Zusammenfassend: Eine Anregung für den nächsten Futtereinkauf


Schau auf die Etikette und gibt auf folgende Fragen eine Antwort: Für welche Tiergattung ist das eben gekaufte Futter gedacht?

– Wieviel Rohprotein enthält dieses Futter?
– Welche Aminosäuren wurden ergänzt (bei den Kaninchen ist es meist Lysin und beim Geflügel ist es Methionin)?
– Von welcher Raufutterkomponente hat es am meisten im Futter (Tipp: schau die Zusammensetzung an)?
– Ist dein gekauftes Futter ein Alleinfutter oder Ergänzungsfutter?
– Wie lange ist dieses Futter haltbar?

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