1.Faktor: Lebhafter Typ ist ein Hinweis für eine gute Henne

Eine lebenslustige und quirlige Henne ist nicht nur unterhaltend, sie zeigt auch, dass sie gesund ist. Sie fällt als scharrlustigen Typ auf, deren Gefieder glatt und sauber ist. Die eindeutig leuchtenden Augen treten leicht hervor. Die Kehllappen und der Kamm sind durchschnittlich gross und gut durchblutet. Ein ausgeprägter, weicher Bauch mit dehnungsfähiger Haut weist auf eine gute Legerin hin.

2. Faktor: Einrichtungen sind von Legehennen leicht erreichbar

Die im Stall zur Benutzung verfügbaren Einrichtungen müssen sauber sein.
Aber was auch zählt, ist die Erreichbarkeit. Grosse Legenester müssen von allen Legehennen begehbar sein. Hierzu gibt es ebenfalls aktuelle Tierhaltungsvorschriften, die vorsichtshalber einmal studiert werden müssen.

Die Fläche im Wintergarten ist einzuhalten. Ebenfalls ist beispielsweise Grün-Fläche im Auslauf (5 Quadratmeter Grünfläche im oekologischen Programm) zur Verfügung zu stellen.

3. Faktor: Lichtquellen sind eminent wichtig und einen Gedanken wert

Schon Bestände mit 20 Legehennen arbeiten mit installierten Lichtprogrammen. Hühner sind bei Neueinstallungen auf Stangen zu platzieren, um weniger Bodeneier einsammeln zu müssen.

Die Ueberwachungspunkte sind die Beleuchtungsdauer, die Lichtfrequenz (max. 16 Stunden), die Lichtfarbe, die Intensität (mind. 5 Lux) und das Tageslicht. Zum Tageslicht-Bedarf gibt es auch Hilfsgrössen wie zum Beispiel 3 bis 5 Prozent der Stallbodenfläche.

4. Faktor: (Stall-)Klimatische Verhältnisse beeinflussen Verhalten der Legehennen

Ein bekömmliches Stallklima stützt sich auf unterschiedliche Ergebnisse ab. Als eine der wichtigsten gilt die Temperatur. Im Idealfall liegt sie zwischen 15 bis 20 Grad Celsius. Die Lüftung sollte maximal eine Zuggeschwindigkeit von 0.2 bis 3 Meter pro Sekunde haben. Giftige Gase wie Ammoniak sollten bereits bei der Entstehung so gering wie möglich gehalten werden. Hier zu gibt es auch Futterzusätze (Effektive Mikroorganismen etc.), die gute Dienste leisten.

5. Faktor: Tagesbedarf an Futter und Wasser

Die tägliche Futtermenge liegt in der Grössenordnung von 100 bis 130 g Futter pro Henne. Diese Menge ist abhängig von Alter, Gewicht der Henne, Futterqualität (= insbesondere vom Nährstoffgehalt im Futter), Temperatur, Haltungssystem, Gesundheitszustand etc. Je professioneller die Legehennen gehalten werden können, desto mehr Phasen sind möglich. Neuere Strategien gehen von fünf Phasen in der Legehaltung aus. In kleinen Beständen sind meistens nur zwei bis höchstens drei verschiedene Futter im Einsatz.

Ein Henne nimmt zwischen zwei und drei Deziliter Wasser pro Tag zu sich. Dieser Konsum ist ebenfalls von der Futterzusammensetzung, Alter, Gewicht, Futterzusammensetzung, Temperatur, Gesundheitszustand etc. abhängig. Als Kurzformel hat sich die folgende Aussage bewährt nämlich: Doppelt soviel Wasser wie Futter.
Achtung: Tränkehöhe für Hühner auf Schulterhöhe einrichten.

6. Faktor: Eiablage nach fixen Leistungskurven

Die Einhaltung einer Legekurve zeigt schnell auf, wenn mit dem Bestand der Legehennen etwas nicht in Ordnung ist. Kleine Bestände führen meist keine so genaue Buchhaltung. Diese Tierhalter haben aber ein gutes Auge auf die Herde nicht nur, was die Gesundheit anbelangt. Sie kennen auch immer die aktuelle Leistungsbereitschaft.

Die Qualität der Legeleistung ist abhängig vom

  • Eigewicht: Dieses ist bei Junghennen geringer als bei älteren Hennen. Mit einer gezielten Nährstoffveränderung im Futter kann beim Gewicht der Eier eine Reduktion des Gewichtes erzielt werden.
  • Schalenhärte: Hier ist die gute Eischalenqualität der Junghennen zu erwähnen. Mit zunehmendem Alter der Legehennen sind die Eischalen dünner und brüchiger. Ueber die Fütterung kann auch hier eingegriffen werden; ein besonderes Augenmerk ist auf die richtige Kalziumversorgung zu richten.
  • Missbildungen: Jüngere Hennen legen Eier ohne Fehler. Je älter die Hennen werden, desto eher kann es vorkommen, dass Farbe und Eischale/Eiform Abweichungen aufweisen.
  • Eigelb und Eiweiss: Auch diese Eigenschaften sind messbar. So steht beispielsweise für die Dotterfarbe ein Fächer zur Verfügung. Je nach Farbe lässt sich ablesen, in welchem Farbbereich der Eidotter liegt. Ueber den Einsatz von natürlichen Zusätzen kann die Dotterfarbe intensiviert werden.

 

7. Faktor: Hygiene und Kampf gegen Krankheiten eine Daueraufgabe

Wer immer Junghennen in kleiner oder in grösserer Anzahl zukauft, kann davon ausgehen, dass das übliche Impfprogramm bei den Küken auch durchgeführt wurde. Mit anderen Worten bezüglich Krankheitsvorsorge über das Impfen sind keine Behandlungen mehr nötig.

Zu einer guten Hygiene im Stall sind Reinigungen und Desinfektionen absolut notwendig. Im Kampf gegen Mäuse und Ratten ist alles zu unternehmen, denn diese Tiere sind auch immer Krankheitsüberträger.

Selbstverständlich sind die Bekämpfungsprogramme oder auch Prophylaxeprogramme bezüglich Würmer, Milben, Viren und Bakterien zu berücksichtigen und anzuwenden.

 

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  • Hennen halten sich gerne auf der Wiese auf: Heinz Schmid

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